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Bildung & Kunst in Weißenfels

SPD vor Ort: Brandsanierung

Seit über 17 Jahren gibt es bereits das Kunst & Kulturprojekt Brandsanierung im Herzen der Weißenfelser Neustadt. Als Leuchtturm für die Stadt und Region bezeichnet Christina Simon Ihr Projekt zu Recht mit Stolz und so ließen sich am Sonntag die Weißenfelser Sozialdemokraten durch die Ausstellung führen. Vergleichbare zeitgenössische Kunstprojekte findet man im Burgenlandkreis nur schwerlich.

Bemerkenswerte und inspirierende Werke von Schülern des Goethegymnasiums Weißenfels gilt es noch bis 10.März 2017 zu entdecken. Vor über 17 Jahren hatte Simon die damals leerstehenden Räumlichkeiten übernommen, um ein Atelier einzurichten, später wurde eine immer größere Ausstellung daraus. Viele Vorträge, Diskussionen und Präsentationen hat es seither schon gegeben. Nicht immer einfach sei es mit dem Mitteln der Stadt (~5000 € / Jahr) auszukommen. Diese, so wie Spenden, gingen maßgeblich in die Betriebskosten der umfunktionierten Wohnungen. Die Haushaltsfinanzen der Stadt sowie Kommunalaufsicht machen uns es da nicht immer einfacher aber wenn wir eine lebendige Stadt haben wollen, brauchen wir auch eine lebendige Kulturlandschaft, stellte Fraktionsvorsitzender Siegfried Hanke fest.

Der Eigentümer der Immobilie, die Weißenfelser Wohnungsverwaltung GmbH (WVW), hat in den letzten Jahren enormen Sanierungsaufwand betrieben und das Haus sowie Grundstück in ein kleines Schmuckstück verwandelt. Regelmäßig habe die WVW im Aufsichtsrat das Problem, dass die Brandsanierung zusätzlich zu den Betriebskosten nicht noch die Miete stemmen könnte. Der WVW Aufsichtsrat hat in seiner Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft die Miete auf 1/10 der ortsüblichen Miete reduziert, auch wenn zu befürchten ist, dass auch diese Miete nicht gezahlt werden kann. Auf Dauer keine befriedigende Lösung, meint Aufsichtsratsmitglied Martin Geppert. Eine instituionelle Förderung durch die Stadt sei hier fast unabdingbar, wenn man das Projekt auch für die nächsten Jahre sichern will.

Zum Schluss durften wir noch einen Blick ins Atelier der Künstlerin werfen, "Druck mit verlorener Platte" heißt die Technik zur imposanten Druckmaschine. Unser Bundestagskandidat Hans-Jürgen Schmidt, selbst gelernter und selbstständiger Druckermeister, genoss den markanten Geruch der Druckerfarben und fachsimpelte mit der Künstlerin. Wir jedenfalls waren positiv beeindruckt von den Werken der Künstler*innen und dem unermüdlichen Engagement von Frau Simon.

 

Fotos: Reiner Eckel